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Regio-Meldungen als

'Fundstücke aus dem Internet'

(leider nicht alle immer mit der notwendigen Quelle)

 

Gegen 14:00 Uhr begann ein Open Space zum Thema "Regionalgeld".

zw-jena - 17. November 2004

Seit Sommer 2004 gibt es den Wirtschaftsring Reinstädter Landmarkt. Hier verwenden die Mitglieder eine regionale Währung, die "Landmark" um gegenseitige Warenlieferungen bzw. Leistungen ganz oder teilweise zu verrechnen.

 

Fundstück -1-

Mailingliste:

Wednesday 12.May 2004, 11:43
Sven Rechel ():
Aus einer Mailingliste:

Liebe Freunde,

hier ein kurzer Artikel aus der gestrigen Süddeutschen Zeitung:

Keine Münchner Münzen

Die Sache wird in zwei bis fünf Minuten erledigt sein. Denn nur einen einzigen Tagesordnungspunkt haben die Stadträte heute im Finanzausschuss abzuarbeiten. Aussprache ist dabei nicht erwünscht, denn das Thema ist gar zu gewaltig: Es geht um nichts weniger als eine Währungsreform.

Die Stadtsparkasse solle doch in München neben dem Euro eine Regionalwährung ausgeben, hatte die ÖDP-Stadträtin Mechthild von Walter anregt. Und Stadtkämmerer Klaus Jungfer (SPD) ließ sich anregen: Tief wühlt er mit seiner Stadtratsvorlage in der Geldgeschichte, grub die Theorie des so genannten "Freigeldes" des deutsch-argentinischen Sozialreformers Silvio Gesell (1862 - 1930) aus. Er beschreibt die in der Not der Weltwirtschaftskrise 1932 geborenen Notgeld-Experimente der Tiroler Gemeinde Wörgl. Er erinnert daran, wie der Politiker Solon im antiken Athen den euböischen Münzfuß einführte. Und er bedauert, dass der Stadt München "die eigene Münzhoheit stets vorenthalten worden" war, dafür aber immerhin die M-Card der Stadtwerke hat. Ernüchterndes Ergebnis der munteren Überlegungen: Eine Regionalwährung ist weder sinnvoll noch erlaubt.

Das finden auch alle 14 Stadträte im Finanzausschuss. Die Münchner Währungsreform - sie bleibt wohl abgesagt. Nach zwei Minuten Sitzung werden die Damen und Herren Stadträte wieder heimgehen dürfen. jbb

Quelle: http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/woro-showbook.cgi

 

Hier der Antrag vom 12.03.2004:

Herrn Oberbürgermeister
Christian Ude
Rathaus

Antrag

Regio-Geld bald von der Stadtsparkasse?

Der Stadtrat möge beschließen:

Die Landeshauptstadt fordert die Stadtsparkasse auf, überprüfen zu lassen, ob in München auch eine Regionalwährung eingeführt werden kann, um im Stadtgebiet Aufgaben zu lösen, für die kein Geld von Stadt oder Freistaat zur Verfügung steht. Dabei sollte sich die Stadtsparkasse von den Experten des RegioNetzwerkes beraten lassen, einer gemeinnützigen Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, den Regio als Ergänzung zum Euro einzuführen.

Begründung:

Von Attac-Geld war zu erfahren, dass in einer Region bei Leipzig, dem Kreis Delitzsch, der unter großen wirtschaftlichen Problemen leidet, vom Chef der Sparkasse Delitzsch-Eilenburg, Alfons Föhrenbach, ein Gutachten in Auftrag gegeben wurde, in dem vom ehemaligen Innenminister Sachsens, Klaus Hardrath, die rechtliche Seite überprüft und von Hugo Godschalk, einem Unternehmensberater, die wirtschaftliche Machbarkeit untersucht wurde. Das Ergebnis: Weder rechtlich noch ökonomisch gibt es grundsätzliche Bedenken.

Das Regio-Geld, eine ergänzende Währung mit regionaler Gültigkeit, hat den Zweck, Initiativen zu fördern, die Probleme in einem bestimmten Gebiet zu lösen versuchen.

Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald von der Schweisfurth-Stiftung und Prof. Dr. Ernst Schrimpff von der Ernst-Friedrich-Schuhmacher-Gesellschaft schreiben in einer Einladung zu einer Veranstaltung über Regio-Geld in der Schweisfurth-Stiftung, die am 22. März stattfinden wird: „An historischen Beispielen - aber auch am Beispiel Japan in neuester Zeit - lässt sich aufzeigen, dass regionale Währungen das „Ökogeld“ des 21. Jahrhunderts sind, das zum Tausch im Bereich Umwelt, Sozialsysteme, Gemeinschaftsleben und Kultur parallel zur gesetzlichen Währung genutzt werden kann.“

Wenn sich daraus Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in München ergeben, profitiert davon außer den Bürgerinnen und Bürgern Münchens auch die Stadtsparkasse.

Mechthild v. Walter
Stadträtin

Quelle: http://www.oedp-muenchen.de/stadtpolitik2004/20040312.html